FKT Niederösterreich - Schneeberg Umrundung

Ausgangspunkt ist der Sessellift Parkplatz in Losenheim – Zustieg zur Edelweißhütte entweder per Sessellift, oder über den markierten Wanderweg 1,7km 370hm – kann als Aufwärmen genützt werden für die eigentlichen FKT Strecke.

Auf der Edelweißhütte angekommen kann es endlich los gehen: 


Links neben der Edelweißhütte ist eine freifließende Quelle, hier kann man seine Trinkvorräte auffüllen! Zuerst tauchen wir in den Waldweg ein, der von der Edelweißhütte wegführt. Beschilderung: Nördlicher Grafensteig folgen. Bald kommen wir schon zu der ersten Querung von einem Schotterfeld – der Lahningries. Wieder durch den Wald in einem stetigen auf und ab geht es weiter bis zur Bürkle-Bergrettungshütte von wo man oberhalb auch schon einen Blick in die gewaltige Breite Ries hat. Hier steigt man in das breite Schotterfeld ab, und quert es zuerst durch Latschen dann nur mehr über große Steine. Anschließend geht es wieder mit einer Steigung weiter. Es folgt die Krumme Ries, die aber mit einem besser ausgetretenen Pfad aufwartet, aber nicht weniger eindrucksvoll erscheint als die Breite Ries.

Nach dem Schneidergraben geht es nur mehr durch Waldwege bis man auf den Ausstieg des Nördlichen Grafensteigs bei der Schneebergbahnstation Baumgartner trifft. Jetzt ist die Einkehr beim Baumgartner auf schmackhafte Buchteln fast ein Muss.

Jedoch, ganz wichtig, hier an heißen Sommertagen unbedingt alle Wasservorräte auffüllen, denn der weitere Weg führt in den südlichen Grafensteig, und die kommenden 8 km (bis Kienthaler Hütte) werden uns einiges abverlangen.

Von der Station Baumgartner geht es zuerst recht gemütlich über Wiesen und durch den Wald, an den Abzweigungen Richtung Kienthaler Hütte halten. Der südliche Grafensteig zeigt ganz unterschiedliche Gesichter und viel Abwechslung. Im Bereich des Großen Saugrabens wird der Weg schmäler, der Hang abschüssiger und es geht weiter zumeist über Geröllfelder und durch Latschen. Man bewegt sich immer knapp oberhalb der Baumgrenze entlang im ständigen Auf und Ab. Der Weg beinhaltet zwar eher wenig Höhenmeter, der Trail an sich ist aber nicht einfach zu laufen da er an vielen Stellen seitlich hängt und nebenbei auch sehr steinig und wurzelig ist. Der Grafensteig hat durchaus alpinen Charakter.

Die beiden leichten, versicherten Kletterstellen sollten, vor allem bei Feuchtigkeit, nicht unterschätzt werden.

Die Tour in Richtung Kienthalerhütte zu gehen hat den Vorteil, die genannten Passagen im Aufstieg zu haben, was für weniger geübte Trailläufer und Wanderer sicherlich angenehmer ist.

Wichtig zu berücksichtigen ist, dass es auf dem gesamten südlichen Grafensteig so gut wie keine „Fluchtwege“ bzw. Notausstiegsrouten gibt. Sollten Probleme auftreten, muss man sich bis zur Kienthaler Hütte „retten“. Unterhalb des südlichen Grafensteigs befinden sich die Stadelwände, ein Abstieg hier wäre nur erfahrenen bzw. ortskundigen anzuraten.

An heißen Tagen wird man auf dem südl. Grafensteig schnell durstig, man befindet sich die ganze Zeit in der Sonne (Südseite), die Kienthaler Hütte lässt aber noch lange auf sich warten und Vorsicht, sie hat nur an den Wochenenden geöffnet!

Erst nach der Königsschusswand wird der Weg wieder breiter, es geht durch den Wald und über Wiesen nur mehr bergab bis zur Kienthaler Hütte. Nach einer möglichen Stärkung in der Kienthaler Hütte, geht es weiter Richtung Krempelhütte, vorbei am Fleischer Gedenkstein, vorbei am Wurzengraben, entlang des Kuhschneebergs noch weitere 5 km bis zum Almgatterl und Fadenweg und letztlich dem Ausgangspunkt, der Edelweißhütte. Geschafft! Hier ist die FKT-Sprintstrecke zu Ende.


GPX-Daten und Fotos zur Verfügung gestellt von:
https://fastestknowntimeaustria.com - Florian Grasel

Daten zum Trailrun

FKT Niederösterreich - Schneeberg Umrundung

Niederösterreich / Wiener Alpen
Distanz: 19,40 km
Höhenmeter: 1.026 hm
neg. Höhenmeter: 1.013 hm
Schwierigkeit: 4
Ausgangspunkt: Sessellift Parkplatz in Losenheim / Edelweißhütte
Geschätzte Dauer
3 Stunden und 26 Minuten
gpx-Datei

Klassifizierung Schwierigkeit

  1. Forstraßen, Waldwege, Wiesen – eher breit und nicht steil.
  2. Trails mit technisch einfachen Abschnitten mit wurzeligen und steinige Passagen, können kurzzeitig auch etwas steiler sein.
  3. Technischere Trails, die teils abschüssig sein können und auch steilere Abschnitte aufweisen.
  4. Trails, die technisch anspruchsvoll sind: Ausgesetzte Passagen mit leichten Seilversicherungen können vorkommen.
  5. Alpine Steige mit seilversicherten Passagen, Klettersteige bis Grad 2/3 laut UIAA*. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit absolut erforderlich!
* Offizielle Schwierigkeitsskala im Klettern. Grad 2 bis 3 = mäßig bis mittel schwierig "Geübte und erfahrene Kletterer können Passagen dieser Schwierigkeit noch ohne Seilsicherung erklettern. Senkrechte Stellen verlangen bereits Kraftaufwand."